Geflügelhof Arndt

Rottweiler

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Rottweiler


Ursprungsland

Deutschland

Gewicht

etwa 42 Kg

Schulterhöhe

56 - 68 cm

Haarkleid

Stockhaar, mittellang, derb

Farben

Schwarz mit satten, rotbraunen Abzeichen (Brand)

Anerkennung durch

FCI, AKC, UKC, TKC, CKC


FCI-Gruppe2

Molosser

Geschichtlicher Überblick

Als die römischen Krieger nach Europa eindrangen, waren sie von ,,Nahrung auf den Hufen“ begleitet. Den Armeen folgten Viehherden‘ die von ganz speziellen molosserartigen Hunden getrieben und bewacht wurden; diese Hunde waren auch die Ursache, dass viele ,,Möchtegern-Diebe“ und Deserteure ihre Meinung schnell änderten. Als das Vieh von den Soldaten verzehrt war, ließ man die Hunde zusammen mit überflüssigem Gepäck nach und nach am Wegrand zurück. Andere blieben als Wachhunde auf den verschiedenen Au-ßenposten, welche die Römer einrichteten. Da die Hauptreiseroute über die Alpen und den Gotthard-Pass führte, sind diese Hunde Stammväter vieler Schweizer Hunderassen. Im nördlichen Bereich dieser Feldzüge lag Deutschland, hauptsächlich Süddeutschland ein-schließlich der Stadt Rottweil. Diese Stadt wurde während der nächsten achtzehnhundert Jahre ein Hauptumschlagsplatz für den Viehhandel. Der Beitrag der Römer zu den deutschen Hunderassen besteht in dem ,,Metzgerhund aus Rottweil“, der in seiner Heimat als Viehtreiber und als Zughund für kleine Wagen viel Ver-wendung fand. Die Reisen der Viehhändler waren gefährlich: Wegelagerer warteten auf Unvorsichtige. Deshalb banden häufig die Händler ihre Geldbörsen um den Nacken ihres Rottweilers. Als die Eisenbahn nach und nach das Viehtreiben und damit Treiberhunde überflüssig machte, musste man für diese kraftvollen mutigen Arbeitstiere eine neue Beschäftigung fin-den. Große Hunde waren teuer zu füttern, wenn sie nicht ihren Unterhalt selbst verdienten. Deshalb entwickelten sich kleinere Hunde leichter zu Haushunden. Anfang 1900 war die Rasse nahezu verschwunden, da entdeckte man ihre besonderen Fähigkeiten als wach-und Polizeihund. Ihre Züchter gründeten 1907 in Deutschland einen eigenen Klub (ADRK), erreichten schnell die Anerkennung des Rottweilers sowohl als Hunderasse wie auch als Diensthund für Polizei und Heer. In den dreißiger Jahren fand der Rottweiler auch seine Anerkennung beim TKC, AKC und CKC. Der Rottweiler ist ein eigenwilliger und mutiger Hund, der einen außerordentlichen Grad an Popularität erreicht hat. Seine Züchter weisen darauf hin, dass der Rottweiler anderen Hunden gegenüber unfreundlich werden kann, dass er die Frage der Rudelordnung auch dem Menschen, selbst seinem eigenen Herrn stellt. Erziehung, feste Disziplin und Aufrechterhal-tung der Rangordnung sind die Ratschläge erfahrener Züchter. Der Rottweiler besticht als Schutzhund, nimmt fröhlich und erfolgreich an Leistungswettbewerben teil. Auch in Nasen-arbeit, Rettungshundewesen und als Polizeihund erfüllt er viele Aufgaben. Die Rute des Rottweilers wird bis auf einen kleinen Rest coupiert. Häufiger wird er mit Wolfskrallen an den Hinterläufen geboren, die gleichzeitig mit dem Rutencoupieren entfernt werden. Die kleinen Hängeohren liegen eng an den Wangen an. In Deutschland gibt es sehr strenge Zuchtregeln mit scharfer Kontrolle allgemeiner Erkrankungen, wie beispielsweise Hüftgelenksdysplasie. Namhafte Züchter in anderen Ländern raten, dieselben hohen Anfor-derungen zu stellen, um auch in Zukunft gesunde Tiere zu züchten.

Mein kleiner Maxe vor vier Jahren.